Ein schöner Tag - Ausflug mit dem Bus

Station Achatiuskapelle
Bildrechte: Pfarramt

Frau Priska Nied und Herr Pfarrer Stephan Schmidt haben die Senioren von Heidingsfeld, Heuchelhof und Rottenbauer zu einer Fahrt ins Jagsttal und Hohenloher Land eingeladen. Am 15.6. ging es um 10 Uhr in Heidingsfeld los, wir sammelten unterwegs noch die Senioren vom Heuchelhof ein und fuhren dann nach Grünsfeldhausen, um die dortige Kapelle zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch durch Assamstadt, der Heimat von Frau Nied, die uns bei der Durchfahrt durch den Ort zu dem ein oder anderen Haus etwas erzählte. Bei der Ankunft in Grünsfeldhausen sahen wir erst einmal einen wunderschönen Bauerngarten, den die Interessierten unter uns kurz besichtigten und bewunderten. Danach gingen wir in die Kapelle. Die katholische Kapelle St. Achatius in Grünsfeldhausen, einem Stadtteil von Grünsfeld im Main-Tauber-Kreis, wurde vermutlich Ende des 12. und zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet. 1804 wurde die Kapelle innen aufgeschüttet und es wurde ein neuer Eingang durchgebrochen. Durch Anschwemmungen hatte sich das Gelände um die Kapelle im Laufe der Jahrhunderte um mehrere Meter erhöht. Im Zuge der Renovierungsmaßnahmen, die in den Jahren 1903 bis 1908 durchgeführt wurden, trug man die Erde wieder ab, so dass die Kapelle heute in einer vier Meter tiefen Senke liegt. Ältester Bauteil ist das westliche Oktogon (Achteck). Anschließend entstanden der kleinere Achteckbau im Osten, der als Chor diente, und das untere, achteckige Turmgeschoss. Die  beeindruckenden Bleiglasfenster haben die Leidensgeschichte Jesu und Personen des Alten Testamentes wie Noah, Abraham und Jakob zum Thema. Der Kulturverein Grünsfeld zeigte in einer Ausstellung in der Achatiuskapelle sakrale Werke/Bilder von Harry Elsner, der sich Zeit seines Lebens mit der kirchlichen Lehre thematisch auseinandergesetzt und diese in ausdrucksstarken Farben künstlerisch umgesetzt hat. Kirche und Bilder haben uns zwei Einheimische gut erklärt. Danach hatten wir uns ein Mittagessen verdient. Das nahmen wir im Edelfinger Hof in Bad Mergentheim ein. Anschließend ging es weiter nach Kloster Schöntal. Abtei und Klosterkirche können im Rahmen von Führungen besichtigt werden, was wir auch getan haben. Das Kloster an der Jagst ist eine ehemalige Zisterzienserabtei mit einer kunstvollen Barockkirche. 1153 wurde es als Filialkloster des Klosters Maulbronn gegründet. Unter Abt Benedikt Knittel erlebte das Kloster schon bald eine Blüte. Viele der Klostergebäude enthalten von Knittel gedichtete Verse mit Chronogrammen. Unser Fremdenführer zeigte uns einige dieser Verse. Ein Chronogramm ist eine Inschrift, meist in lateinischer Sprache, in der diejenigen Buchstaben, die auch als römische Zahlzeichen gelesen werden können, in ihrer Summe die Jahreszahl des Ereignisses angeben, auf das sich der Text bezieht. Heute werden die Gebäude von der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart u.a. als Tagungshaus genutzt. Nach der Führung tat uns eine kurze Rast bei Kaffee und Kuchen im Kloster gut, ehe wir uns bestens gelaunt auf den Heimweg begaben.
Danke an Frau Nied und Pfarrer Schmidt für den rundum gelungenen Ausflug!
Gerda Mändlein (Rottenbauer)