Erntedank 2018

KiTa und Kirche St. Paul hatten am 07. Oktober zum Erntedankgottesdienst eingeladen unter dem Motto "Sonnenblume – Wünsche keimen"

Trotz gegenteiliger Wettervorhersage strahlte die Sonne golden vom blassblauen Herbsthimmel und streichelte mit ihren warmen Strahlen alle, die in das Gotteshaus kamen. Die wunderhübsch mit gebastelten Sonnenblumen und Maiskolben verzierten Bänke wurden endlich wieder einmal voll! Voller Erwartung und Vorfreude tuschelten Kinder und Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und alle, die sich versammelt hatten. Vorne im Altarraum luden viele bunte Erntegaben zum Besichtigen ein. Manch einer stellte geschwind noch ein Körbchen neben die große, auf ein Laken gemalte Sonnenblume, die im Zentrum der aufgebauten Gaben lag. Den Altar selbst schmückten goldene Ähren, ein knusprig braun gebackener Laib Brot, helle und dunkle Trauben und einer der letzten guten Bocksbeutel ‚St.-Pauls-Wein‘.

Schwungvoll setzte die Orgel ein. Zu beschwingten Klängen zogen die KiTa-Kinder ein, begleitet von ihren Erzieherinnen, einigen Müttern und Vätern und Pfr. Stephan Schmidt. So aufgeregt drängte die muntere Schar nach vorne, dass unterwegs kleine Erntegaben herabfielen, die aber von den größeren Kindern wieder aufgehoben wurden. Nachdem Pfr. Schmidt und KiTa-leiterin Alexandra Meule die Anwesenden begrüßt hatten, durften die bereits ungeduldig wartenden Kleinen ihr Lied „Alle guten Gaben“ vortragen und endlich zeigen, was sie gelernt hatten. Begeistert beteten sie dann das in vielfache Bewegungen umgesetzte ‚Gebet der Stille‘ mit, sangen, klatschten, stampften, schnipsten, hüpften und tanzten schließlich so hingebungsvoll „Wir singen alle Halleluja“, dass kleine Geschwisterkinder in den Bänken lautstark nach „no meah!“ verlangten.

Nach dem Fingerspiel von der Sonnenuhr, an dem auch viele Erwachsenen wieder gerne teilnahmen, überraschte Pfr. Schmidt seine Gemeinde mit dem Satz „Opa, du brauchst einen Computer!“ Anhand eines höchst unterhaltsamen, verblüffenden Gesprächs zwischen Opa und Enkelsohn verglich er einen Computer mit einem Sonnenblumensamen, in dem auch, wie auf einer Festplatte, die tollsten Programme und Baupläne enthalten sind. Zu guter Letzt staunt der kleine Enkel nicht schlecht, als er begreift, dass diesen genialen ‚Sonnenblumensamen-Computer‘ einer schon vor unendlich langer Zeit erfunden und gebaut hat – einer, der sogar viel größer ist als sein 1,85m langer Opa – nämlich Gott.

„Wer danken kann, hat das große Geheimnis entdeckt!“ meinte Pfr. Schmidt nach seinem geistlichen Impuls – und: „Was gibt es alles für Gründe, Gott zu danken?“ Papierblätter in Form von Sonnenblumenkernen und Stifte wurden ausgeteilt, Dinge notiert, für die es zu danken gilt, die Ergebnisse nach vorne in den Altarraum gebracht und auf der riesigen Sonnenblume befestigt – und alle, die ihre Notizen abgegeben hatten, kehrten mit einem frohen Lächeln im Gesicht auf ihre Plätze zurück!

Was aus dieser Sonnenblume des Dankes geworden ist? Sie wurde an der Empore in St. Paul befestigt, kann dort bewundert werden und soll zu weiteren Überlegungen anregen, wofür man dankbar sein kann und sollte!

 Nach Ende des Erntedankgottesdienstes erging herzliche Einladung ins Gemeindehaus. Dort stellten sich die Kandidaten für den in zwei Wochen zu wählenden nächsten Kirchenvorstand vor. Bei Getränken und kleinen Knabbereien gab es anschließend Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen. kvt