Gottesdienst mit Berufung und Beauftragung

30. September 2018. Einer der vielen ‚grünen‘ Sonntage nach Trinitatis. Und doch wiederum ein besonderer für St. Paul und auch für Diakonin Magdalena Kurth, die schon seit einem ganzen Jahr als Jugendreferentin des ev.-luth. Dekanats Würzburg und als Gemeindediakonin für die Kirchengemeinde St. Paul arbeitet.

Dekanin Dr. Edda Weise, die durch die kirchliche Handlung führte, nannte gleich zu Beginn mit dem Spruch 1. Joh. 4,21 die Leitlinie des Gottesdienstes: „ Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.“ Nach der Lesung, die ebenfalls das Doppelgebot der Gottes- und der Nächstenliebe zum Thema hatte, nahm die Dekanin diese Worte auf und verwies auf die vielfältigen Formen der sozialen Arbeit und des liebevollen Dienstes am Nächsten, die zum Tätigkeitsfeld der Diakonie gehören.

Im Evangelium erfahren die Menschen von Gottes Liebe. Um ihre Herzen zu berühren, muss es ihnen vorgelesen und gepredigt werden.  Im Abendmahl gibt Jesus Christus sich selbst hin und schafft damit eine Verbindung von Himmel und Erde. Die Menschen erhalten eine Wegzehrung für ihren Lebensweg, eine Stärkung für jeden neuen Tag und für die Liebe zum Nächsten.

Von diesen beiden Gedanken ausgehend, berief und beauftragte die Dekanin nun Diakonin Magdalena Kurth offiziell und auf Lebenszeit mit der öffentlichen Wortverkündung und der Sakramentsverwaltung.

Ja, liebe Paulaner, ‚unsere‘ Diakonin darf nun predigen und auch Gottesdienste mit Abendmahlsfeiern abhalten! Magdalena Kurth hielt auch gleich ihre erste ‚richtige‘ Predigt, wie sie voller Freude betonte. Wieder war das Motto das Gebot der Nächstenliebe; diesmal fand sich der zugrunde gelegte Text in einem Brief des Jakobus.

Mit mehreren Beispielen aus eigenem Erleben verdeutlichte die Diakonin, dass Gott nicht mit zweierlei Maß misst, dass es bei ihm keine Beurteilung nach dem Äußeren gibt, dass  Gott allein das Herz ansieht. Im Gegensatz zu der Wertschätzung der Menschen ist diejenige Gottes vorurteilsfrei und urteilsfrei. Auch wir sollen nicht nach dem Äußeren urteilen und v.a. nicht verurteilen – so, wie Jesus uns dies vorgelebt hat. Respekt und Anstand gegenüber allen Menschen ist gefordert. Bemühen wir uns um Höflichkeit und Offenheit dem Nächsten gegenüber. Begegnen wir allen auf Augenhöhe und mit Barmherzigkeit, dann wird uns Gottes Gnade gewiss sein!
Das Lied EG 420 „Brich mit dem Hungrigen dein Brot, sprich mit dem Sprachlosen ein Wort“ rundete die Predigt perfekt ab und gab den Gedanken weiteren Raum.

Liebe Magdalena Kurth, die gesamte Kirchengemeinde St. Paul ist stolz auf Ihre Berufung und Beauftragung. Wir wünschen Ihnen Gottes reichen Segen und gratulieren aus ganzem Herzen! - kvt -