Ökumenischer Pfarrbrief zu Ostern 2020

Sonderpfarrbrief
Bildrechte: Pfarrbrief

Es ist toll, was in diesen Zeiten der Krise und Verunsicherung dennoch möglich ist. Unsere katholische Schwestergemeinde, die Pfarreiengemeinschaft Heidingsfeld, hat einen ökumenischen Pfarrbrief zu Ostern veröffentlicht. Danke für Ihre Unterstützung, den Sonderpfarrbrief Ostern auch bei evangelischen Gemeindegliedern und Nachbarn im Schneeballsystem weiterzugeben.
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Liebe Heidingsfelder, Liebe Schwestern und Brüder der Pfarreiengemeinschaft St. Laurentius und Zur Heiligen Familie und der Kirchengemeinde St. Paul!
Wir halten zusammen – als ein starkes Zeichen der ökumenischen Verbundenheit, des guten Miteinanders und der gemeinsamen Solidarität in schweren Zeiten darf ich Sie als evangelischer Pfarrer im zweiten Sonder-Pfarrbrief herzlich grüßen. Wir erleben Verunsicherung durch einen heimtückischen Virus, wir machen uns Sorgen um die Gesundheit unserer Familien und Freunde, wir teilen alle Bemühungen zur Eindämmung der Pandemie. Das bunte öffentliche Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen. Bei allem gebotenem vorgeschriebenen (Mindest-) Abstand (von eineinhalb Metern) bleiben wir einander im Herzen verbunden. Wie geht das? – Das ist eine geistliche Aufgabe. Ich sehe da eine enge Verbindung zu unserem christlichen Glauben und zur uns anvertrauten Hoffnung und Liebe.
„Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal,
beharrlich im Gebet“ – Römerbrief 12,12
Der Apostel Paulus macht in seinen Zeilen deutlich, dass Gott in jeder Lebenslage mit uns verbunden und bei uns sein will. Selbst in einer schwierigen Lage, wie sie vermutlich in Rom herrscht, gilt es, den Mut nicht zu verlieren. Anfang April 2020 lesen wir die Passionsgeschichte mit den Erfahrungen eigener Sorge, Not, Entbehrung, Verzweiflung, Verleugnung, Krankheit und Tod. In der Karwoche begegnet uns Jesus als ein Gott des Leidens und Mitleidens in der Trübsal. Und es ist Gottes Kraft, die aus der Schwachheit und Vergänglichkeit neues Leben erschafft. Wenn wir die neuen Osterkerzen entzünden als Licht der Hoffnung, dann ruft und singt – vielleicht von eurem Balkon aus: „Seid fröhlich – der HERR ist auferstanden!“
Und in der Spannung zwischen Angst und Zuversicht trägt uns das gemeinsame Gebet. Ich habe eine schöne Infektionsschutzregel gehört, die sie vielleicht kennen: So lange Händewaschen wie es dauert zweimal „Happy Birthday“ zu singen. Sie können aber auch ein Vaterunser beten. Das dauert genauso lang. Ehrlich!
Im Namen des Kirchenvorstandes St. Paul und des Mitarbeiterteams wünscht mit herzlichem Gruß:
Bleiben Sie behütet und gesund, oder werden es bald wieder!
Ihr Pfarrer Stephan J. Schmidt