Mitarbeiter-Dank-Abend 2019

Dank-Essen
Bildrechte: K.Lange

24. Januar. Donnerstagabend. Draußen schneit es. Alles ist weiß – wahrscheinlich ein Grund dafür, dass einige sich nicht trauen, zum Gemeindezentrum zu kommen. Pfarrer Schmidt, Diakonin Kurth und Kita-Hund Pauli, der sein Frauchen überallhin begleitet, begrüßen die Ankommenden ganz persönlich und sehr herzlich. Vor der Küche ist ein verlockendes Buffet aufgebaut. Der Duft heißer Suppe sticht in die Nase und weist so auch den aufgrund des Temperaturunterschieds vorrübergehend „erblindeten“ Brillenträgern den Weg. Im großen Gemeindesaal geht es laut und fröhlich zu. Sorgfältig vorbereitete Tische bieten jedem Platz in einer bekannten Runde, und alle fühlen sich willkommen – schließlich steht da auf der Tischdeko schwarz auf weiß: „Wie schön, dass es dich gibt!“ „Tochter Zion, freue dich“ ertönt es laut. Die angeregte Unterhaltung verstummt, denn die „Hätzfelder Bläser“ geben ihren Einstand. Unter Kantorin Rebekka Leitloff hat sich diese Gruppe Ende letzten Jahres neu gebildet und tritt heute zum ersten Mal öffentlich auf, indem sie den Abend mit mehreren Stücken begleitet. Passend zu der weihnachtlichen Weise betont Pfr. Stephan Schmidt in seiner Begrüßung, dass kirchlich gesehen die Weihnachtszeit noch immer andauert und deshalb auch die Fenster des Gemeindesaals noch mit kleinen Sternen geschmückt sind. Er spricht von den drei Sternkundigen, die nach ihrem Besuch an der Krippe zufrieden und froh einen unbekannten Heimweg einschlugen. „Der Stern von Bethlehem, er leuchtet weiter – auch für uns. Wohin führt er?“, regt er zum Nachdenken an, um schließlich mit einem Gedicht von Hanns-Dieter Hüsch zu enden und den Anwesenden zu wünschen, sie mögen von Gott erreicht und „mit einem Lächeln durch die Zeiten“ geleitet werden. Diakonin Kurth hat das Amt der ‚Entertainerin‘ übernommen. Sie erinnert daran, wie viele verschiedene Gruppen und Kreise es in der Lukaskirche und in St. Paul gibt und macht daraus ein Ratespiel: die jeweiligen Mitarbeiter müssen aufstehen und die anderen sollen die gesuchte Tätigkeit herausfinden. Oft ist die Lösung einfach, wie etwa bei den Teamern (aufgrund ihres Alters) oder den Lektoren, die jeder ja ‚von vorne in der Kirche‘ kennt. Schwieriger fällt aber z.B. das Erraten der Kirchenkaffee-Truppe – erhebt sich da verwirrenderweise doch außer ein paar gestandenen Damen noch ein junger Mann! Auch Hilfen gibt es manchmal, wenn die Rater so gar nicht weiterkommen: der laute Ruf „Steinbachtal!“ liefert als Lösung den Lebendigen Adventskalender. „Leise rieselt der Schnee…“ bringen die Bläser zu Gehör, und automatisch gehen die Blicke zu den Fenstern – es schneit noch immer. Pfr. Schmidt eröffnet das Büffet. Und was kann man dort angesichts der vielen Köstlichkeiten hören? Unterdrückt wird das Lied weiter gesungen – aber nicht „freue dich, das Christkind kommt bald“, sondern „freue dich, gegessen wird bald“! Zum wiederholten Male hat der freundliche ‚Nachbar von der Fischzucht‘ den Paulanern Speis‘ und Trank gestiftet. Lieber Herr Wimmer, wir bedanken uns voller Freude für diese Großzügigkeit! Nehmen Sie doch bitte selbst einmal an unseren Festen teil, damit wir alle sehen können, wer uns immer wieder so freigiebig unterstützt! Und „Danke, danke, danke“ allen, die sich gedanklich und körperlich eingebracht und diesen Abend mit Vorbereiten, Durchführen und auch Nachbereiten möglich gemacht haben! Der letzte Programmpunkt am Donnerstagabend ist ein dem ‚Bingo‘ ähnliches Spiel. Jeder Tisch bekommt ein Spielblatt mit 25 Aussagen. Da steht z.B. „Ich fahre gern Ski.“ oder „Ich bin über 80 Jahre alt“ oder „Ich bin im Besuchsdienst aktiv.“ Aber auch „Ich habe schon mal außerhalb Europas gelebt.“ oder „Ich wurde schon mal von der Polizei angehalten.“ u.v.m. kann man lesen. Es gilt, fünf Sätze von zuständigen Personen unterschreiben zu lassen. Die Erwartungen von Pfr. Schmidt und Diakonin Kurth gehen auf: die Anwesenden wechseln Plätze und Tische, kommen mit ihnen bisher Unbekannten ins Gespräch, eilen hin und her oder versuchen, andere daran zu hindern, ihre Reihe ‚voll‘ zu bekommen… Es ist ein munteres und lautstarkes Durcheinander, das aber wetterbedingt doch bald zum Ende kommt. Wer einen weiteren Heimweg hat, verlässt zuerst den Ort der Gastlichkeit, die anderen folgen nach und nach – beschwingt und fröhlich und fest entschlossen, das nächste Mal wieder zu kommen. kvt