Raritäten fränkischer Weinkultur beim Kulturtreff

Kulturtreff
Bildrechte: Alois Hornung

Das Thema „Geschichte und Sensorik fränkischer Bukettreben“ hatte im November 2019 für ein volles Haus im Heidingsfelder Winzerkeller gesorgt.
Die Charakteristik von 12 ausgewählten Rebsorten aus unterschiedlichen Weingütern Frankens lieferte den roten Faden des Abends. Die kompetente Vorstellung hatten Renate Wohlfart,  Dozentin für Wein- und  Genusskultur, sowie ihr Ehemann, Winzermeister Günter Wohlfart, gemeinsam mit der charmanten Würzburger Weinprinzessin Anni Dietz übernommen. Dabei entfernten sie sich weit aus den Gefilden der klassischen Rebsorten und überraschten so manchen Weinliebhaber mit  neuen Informationen und Erfahrungen.  So reihten sie die Höhepunkte nur so aneinander: Fontanara, Huxelrebe, Albalonga, Solaris oder Würzer ragten bei heraus. Etwas über Herkunft und Anbau dieser Raritäten zu erfahren war eine Sache; diese edlen Tropfen in ihren feinen Bukettnuancen im Glas vergleichen zu können, war das Besondere an diesem Abend.  Dabei war zu erfahren, mit wieviel Behutsamkeit und Können diese Weine als Orts- oder Lagenweine entwickelt und ausgebaut werden müssen. Als Lohn dieser Bemühungen der Winzer war auch das  elegante Verhältnis zwischen Säure und Restsüße  der ausgebauten Weine zu spüren und ein bleibendes Erlebnis.
Die in Franken und international meist mit Silber oder Gold ausgezeichneten Weine stammten aus Lagen wie z.B. Nordheimer Kreuzberg, Abtswinder Altenberg, Sommeracher Katzenkopf, Theilheimer Altenberg, oder Obervolkacher Landsknecht.
Zur kurzweiliegen und vergnüglichen Stimmung des Abends trug Günter Wohlfart bei, indem er in seiner unnachahmlichen Art humorvolle Einlagen in Hätzfelder fränkischer Mundart zum besten gab, die u.a. aus „Schwarza fränkischa Schäfli“, von Wilhelm Wolpert stammten.